Warum Islam nie modern sein kann

10.09.2008 von Salim Spohr





Der schwungvoll geschriebene und leicht zu lesende auf Duckhome veröffentlichte Artikel von FARISH AHMAD NOOR: «KANN ES EINE DISKUSSION ÜBER DEN ISLAM GEBEN, DIE NICHT DUMM IST?» bringt seine Krtitik an der Blödgesichtigkeit jener peinlicherweise auch von Vertretern gebildeter Klassen stereotyp vorgebrachter Beschimpfungen des Islam zielsicher auf den Punkt. Hier teilen wir alle die Begeisterung Bigbertas – as-salamu alaikum, Dr. Maryam! – für diesen Artikel, jedenfalls auf den ersten Blick.

Auf den zweiten indes zeigt Farish Ahmad Noor in ihm eine eklatante Schwäche dort, wo er, fast möchte man sagen, par malheur, sein eigenes Islam-Verständnis offenbart. Denn zwar ist es wahr, daß es falsch ist, zu behaupten, der Islam sei eine «faschistische, Frauenhassende, Christentötende, Homosexuelle beschimpfende, männliche-macho Hass-Ideologie, die seit 14 Jahrhunderten auf Eroberungen, Blutvergießen, Mord und Vergewaltigung basiert.», aber nicht deshalb weil «Muslime in der Welt heute Geiseln ihrer Geschichte» wären und «das Emporkommen des konservativen, fundamentalistischen, sektiererischen und gewaltsamen Islams» während des Kalten Krieges von westlichen Staaten unterstützt» worden war, sondern weil eine solche historisierende Sichtweise ea ipsa den Islam als solchen gar nicht trifft und treffen kann.

Sieht man einmal genauer zu, so wird deutlich, daß Bruder Farish die Kritik am Islam als einem beispielsweise konservativen Unternehmen nicht dadurch widerlegt, daß er das Schema der historischen Sichweise an sich als unangemessen zurückweist, sondern dadurch, daß er die Entstehung eines konservativen Islam als den Zeitumständen geschuldet und durch westliche Einflüsse mitverursacht, wenn nicht zu entschuldigen, so doch zu erklären versucht.

Um es ganz deutlich zu sagen: Die abendländische Sichtweise des Historischen, beispielsweise im Schema der Abfolge von Antike, Mittelalter, Neuzeit, Moderne und Post-Moderne, erweist sich dem Islam gegenüber als unangemessen. Denn der Islam kennt nur den prinzipiellen Unterschied zwischen der Zeit der Ignoranz (jahiliyya) und der Zeit des Islam. Heute scheinen wir in der Zeit einer zweiten Auflage der Ignoranz zu leben, da die ganze Welt – das gilt auch für die muslimischen Staaten – egomanisch dem Mammon nachjagt und vor allem an der Welt und ihren Verlockungen interessiert ist, aber nicht am Jenseits und der Ewigkeit.

Der Islam selbst aber ist seinem inneren Selbstverständnis nach nicht von Menschen gemacht, sondern vom Herrn der Welten der Menschheit als kostbarstes durch die Propheten und zuletzt durch Sayyidina Muhammad – Allah schicke Segen auf ihn und seine Leute und Frieden – vermitteltes Vermächtnis übereignet worden. Islam ist als himmlisch verursachtes Heilsmittel so verstanden den empirischen Bedingungen nicht unterworfen, wenn auch die Offenbarungen immer wieder, barmherzigerweise, auch Antworten zu aktuellen Fragen der Gemeinde Muhammads gewesen waren, auf dem und dessen Leuten Segen und Frieden seien.

Islam ist als göttliches Geschenk absolut perfekt, von, möchte man sagen, überirdischer Perfektion. Wer da kommt, den Islam zu verbessern, kann nur einer sein, der den Nutzen, ja die umwerfende Schönheit dieses Geschenks nicht zu schätzen gelernt hat.

So verführerisch, liebe Dr. Mariyam, es für alle sich als `modern´ oder `progressiv´ oder `links´ oder `grün´ oder `rot´ oder `rosa´ verstehenden Anti-Mainstreamler ist, sich den Islam als modern oder progressiv vorzustellen oder zu wünschen, so wichtig ist es, sich klarzumachen, daß das nicht gutgehen kann. Aber nicht weil der Islam unmodern oder unprogressiv usw. wäre, sondern weil er als höchst ehrenwertes Geschenk des Herrn der Universen diesem Schema nicht unterworfen ist. Dies bedeutet, daß auch die Scharia als ein wesentliches Stück dieses Geschenkes nicht zur Diskussion stehen kann.

Und um ein mehrfach von Farish Ahmad Noor bemühtes Beispiel aufzugreifen: Homosexualität ist etwas, das im Islam wie schon zur Zeit des Propheten Moses – der Friede sei auf ihm – als absolut schwerwiegender Verstoß gegen Göttliches Recht gilt. Und auch wenn manchem Progressiven die Kinnlade heruntergehen mag, so gilt, daß es nach Islamischem Recht überraschenderweise tatsächlich Dinge gibt, die verboten sind. Ja, es sieht fast so aus, als sei in einer Zeit des `anything goes´ und der Vergraduierung alles Strikten in ein ‘mehr oder weniger’ der Islam die einzige Instanz von Klarheit, die einzige Instanz von Wüde und Ehre, da alle anderen Instanzen von Recht und Gerechtigkeit und der Moral sich aufgelöst haben oder dabei sind, sich aufzulösen.

Und wer sich sogleich gegen etwas aufgebracht fühlt, das er noch nie verstanden hatte, wer sogleich gegen Scharia und die abgehackte Hand des Diebes wettern möchte, wird sich sagen lassen müssen, daß der Islam eben noch eine dem Zeitgeist nachhaltig widersprechende Einrichtung isofern ist, als er das Diesseits nur für eine Übergangszeit der Prüfungen und des Trainings für das ansieht, was ihm als Ewigkeit folgen möchte. Mein Soulbrother Sheikh Fariduddin aus dem Schwarzwald – möge Allah seine Seele heiligen – hat einmal in Sachen abgehackter Hand erklärt: «Was wollt ihr denn, o Leute, die abgehackte Hand ist schon im Paradies, da kommt es dann nur darauf an, daß der zu ihr gehörige Bursche ihr auch noch folgt!»

Auf einem Klassentreffen ich weiß nicht wieviele Dezenien nach dem Abitur am Quirinus-Gymnasium in Neuß am Rhein fragte mich ein inzwischen zum Rechtsprofessor aufgestiegener Klassenkamerad: «Sag mal, Erich (so hieß ich damals), was hältst du eigentlich von der Scharia?» – Meine Antwort hatte nur lauten können: «Wenn Scharia das Göttliche Gesetz ist, kann die Frage nicht sein, was ich von ihr halten möchte, sondern nur, ob ich bereit bin, mich an sie zu halten oder nicht.» Sofern eine Diskussion des Islam eine Diskussion des Göttlichen Gesetzes sein soll, erhielte die rhetorische Frage im Titel des Beitrages von Farish Ahmad Noor einen neuen Sinn und gutes Recht.

Islam aber ist nicht der Ort eines Spiels der Moden, Stimmungen, Launen. Islam fordert einen dem Zeitgeist völlig zuwiderlaufenden Ernst, einen heiligen Ernst der eigenen Existenz auf diesem Planeten gegenüber. Und gerade wenn es wahr ist, daß die Welt heute von geistesgestörten Wichsern regiert, besessen und bestimmt wird, können wir schwachen Muslime und alle Menschen guten Willens Hoffnung schöpfen: Denn noch nie war es so leicht, zu den Guten gezählt zu werden, wie jetzt. Wir geben uns nur ein kleines bißchen Mühe, und schwups gehören wir zu den Guten.

Richtig verstandener Islam ist voller Barmherzigkeit und himmlisch verbürgte Grundlage umwerfendem Glück im Diesseits und im Jenseits. Wer sich selbst als das erkennt, wozu er erschaffen wurde, als Diener des Höchsten und dessen Khalif auf Erden, der erkennt seinen Herrn. Wer versucht, Ihm gemäß geschöpflicher Bestimmung zu dienen, findet Schutz und Sicherheit, Glück und unbeschreibliche Geschenke aus uferlosen Meeren göttlichen Erbarmens, und er findet es im Diesseits und im Jenseits. Wer dem Weg des Siegels der Propheten folgt – Segen und Friede auf ihm und seinen Leuten -, des in der Göttlichen Gegenwart Meistgeliebten, Meistgeehrten, Meistgesegneten, steht eben schon im Diesseits unter höchstem Schutz. Jedes ihn umgebende Wesen, ja jedes Atom, das ihn umgib, erhält den Befehl des Herrn der Welten: «Achte auf diesen, schütze ihn, segne ihn, denn er ist einer Meiner Diener!» Wer aber seinem Ego und der Welt folgt, findet schon in dieser Welt kein ruhiges Plätzchen, er wird überall befeindet und von jedem Hund gebissen.

So bitten wir jetzt zur Zeit des Heiligen Ramadan unseren Herrn: «O Allâh, Du hast uns in die Existenz gebracht und erhältst uns darin, liebst uns und siehst nach uns. Du hast Deinen Propheten der Barmherzigkeit – der Friede auf ihm – sagen lassen “Die Menschen schlafen, wenn sie sterben, erwachen sie.” – Wir bitten Dich, laß uns schon vorher aufwachen und die Schöpfung und unsere eigene Bestimmung erkennen und unser Glück darin suchen, Deine Diener zu sein!»



Kommentare

  1. Klaus HeckSeptember 10, 2008 @ 01:19 PM

    Eine Diskussion kann nie “dumm” sein, wenn man die Etymologie von “dumm” auf “stumm” zurückverfolgt, aber es gibt auch den Hinweis auf tumb, taub.Dann wäre eine Diskussion in der jeder den Mund aufmacht, aber nicht zuhört, dumm.

    Ein Gespräch über “den Islam”, was ist das überhaupt? Hier rede ich ja nur teilweise Deutsch. Wäre es eine Diskussion über den Frieden, oder über den Frieden als Unterwerfung? Dann wäre es ja nicht zwangsläufig eine Diskussion über DEN Islam.

    Der Autor schreibt am Ende des Textes, den ich gerade erst mal überflogen habe:

    “An dieser Stelle entschuldige ich keineswegs fundamentalistische konservative Muslime,”

    damit meint er ja Dich und zugleich verlässt er (auch meiner Meinung nach), DEN Islam, der ja eben ein Fundament, den Koran, hat und er sagt damit eigentlich, dass er keineswegs den entschuldigen will, der sich an den Koran hält und nach deinem Verständnis (wenn ich dich richtig verstehe), dass er keineswegs den entschuldigen will, der sich an Gott hält.
    Das ist schon eine krasse Aussage, falls dieser Autor selbst Muslim ist (bzw. auch dann eigentlich nicht ist).
    Falls er aber kein Muslim ist, was ist er dann?

    Schönen Gruß
    Klaus Heck

  2. Klaus HeckSeptember 10, 2008 @ 01:33 PM

    Entschuldige, dass ich gleich noch einen Kommentar dranhänge. Inzwischen habe ich den Text gelesen und ich möchte meine Frage selbst beantworten: Er ist, ob nun Muslim oder nicht, jedenfalls ein Propagandist gegen den Islam. Was ja die Meisten nicht verstehen ist, dass die verhängnisvolle christliche Trennung von Staat und Kirche eben christliche Religion ist. Eine “Religionsfreiheit”, die aber die Religion zur Privatsache erklärt ist deshalb immer nur christliche Religionsfreiheit. Und so verstehe ich den Text als “christliche Mission”. Es gibt ja wohl einen starken Diskurs, den Islam auf diese Weise zu christianisieren, i.e. ihn also zur Privatsache zu machen, die mit Politik und Recht (Scharia) nicht mehr zu tun hat, als das Wort zum Sonntag mit dem Alltag im christlich/kapitalistischen Westen. Ich würde diesen Diskurs als Kreuzzug bezeichnen. Der Autor, was wäre er also? Ein Kreuzritter.

  3. mirSeptember 11, 2008 @ 03:04 AM

    Als Muslim kann man jedoch nur fundamentalistisch sein. Alles andere wäre ein Widerspruch in sich. Wir sollten uns die negative Besetzung von Begriffen nicht zu eigen machen.

    Einen gesegneten Ramadan noch.

  4. عبد الحفيضSeptember 11, 2008 @ 03:05 AM

    As-salamu alaikum, Wünsche einen gesegneten Ramadan.
    Gut gebrüllt Löwe.

  5. Salim E. SpohrSeptember 11, 2008 @ 03:10 AM

    عبد الحفيض

    wa alaikum salam, Sheikh عبد الحفيض. Danke, und ebenso gesegneten Ramadan.


    Klaus Heck

    Daß der Autor mit « … an dieser Stelle entschuldige ich keineswegs fundamentalistische konservative Muslime …» mich meinen könnte, glaube ich nicht. Einer mit Verstand und Sachkunde wird mich jedenfalls nicht so sehen, sondern einfach nur als Muslim. Für die Süddeutsche allerdings war es peinlicherweise sogar mal ein Zeichen des Fundamentalismus gewesen, wenn man einen Bart trug und ein Tesbih benutzte. So dumm kann der Mainstream sein.

  6. SalimSeptember 11, 2008 @ 03:35 AM

    mir

    Im Prinzip bin ich damit einverstanden, daß man eine negative Besetzung von Begriffen nicht unbedingt mitmachen muß. Nur, in diesem Fall ist es das Suffix «… ismus» mit dem guten Sinn der Kenntlichmachung einer Übertreibung. Wenn Islam die Anerkennung des Willens des Herrn der Welten bedeutet und «… ismus» eine Übertreibung meint, dann scheint, weil diese Unterwerfung unter den Willen des Höchsten niemals übertrieben werden kann, «Islamismus» etwas zu sein, daß es gar nicht geben kann, also einfach Quatsch ist. Beim Wort «Fundamentalismus» indes scheint der Fall eher anders zu liegen. – Oder? – الله علم

  7. mirSeptember 11, 2008 @ 07:12 PM

    Salâm Salim,
    ein übertriebenes Rückbesinnen auf die Grundlagen des Islams, was ja islamischer Fundamentalismus nach deiner sicher richtigen Sprachanalyse darstellt, kann insofern tatsächlich etwas negatives sein, wenn bei heutiger Interpretation dieser Fundamente sämtliche sozioökonomische und wissenschaftlich-technische Entwicklungen der letzten 1400 Jahre unberücksichtigt bleiben. Jedoch sollte gerade die übertriebene Beachtung der islamischen Grundlagen dazu befähigen, deren Essenzen zu erkennen, um auf heutige Probleme mit angepassten Lösungen zu reagieren. Dies scheint vielleicht widersprüchlich, da auf diese Weise heutige islamisch legitime Handlungen anders aussehen können (nicht zwangsläufig müssen) als in den Grundlagen überliefert. Das ganze wird vielleicht verständlicher, wenn man ein Beispiel bemüht: ein in einem nichtislamischen Land arbeitender Muslim ist bemüht, das Gebet zur rechten Zeit auszuüben, was dazu führt, dass er zum Mittag und zum Nachmittag eine extra Pause benötig. Unter Umständen kann dies jedoch zu Problemen mit der übrigen Belegschaft und/oder mit dem Chef führen, was auf Dauer vielleicht sogar den Verlust der Arbeit nach sich zieht. Alternativ dazu kann dieser Muslim aber auch diese beiden Gebete zusammenfassen, was letztlich nur noch eine Pause beanspruchen würde.

  8. Ayman SemmoSeptember 11, 2008 @ 07:52 PM

    As-Salamu 3alaikum.

    Ich gebe dir Bruder Salim Recht.

    Der Islam ist ein festes, kompaktes und vollendetes Paket. Der Prophet (s) hat uns den Islam vorgelebt und uns vor Übertreibungen und Erneuerungen gewarnt. Demnach ist jede Übertreibung und Erneuerung kein Gegenstand des Islam.

    Der Islam kann sich somit nicht verändern, so sehr es auch die Menschen versuchen. Das Fundament dieses Islam ist somit eine Basis für die Erfüllung dieses kompakten Systems.

    Dem Islam kann demnach niemals! eine Endung “…ismus” angehängt werden, da es kein Islam mehr wäre. Denn dies wäre ein innerer Widerspruch den der Islam absolut ablehnt.

    Ich wünsche euch Geschwistern einen gesegneten Ramadan und unseren nichtmuslimischen Mitmenschen ein friedvolles Miteinander!

    As Salamu alaikum

  9. lysisSeptember 21, 2008 @ 03:50 AM
    Auf einem Klassentreffen ich weiß nicht wieviele Dezenien nach dem Abitur am Quirinus-Gymnasium in Neuß am Rhein fragte mich ein inzwischen zum Rechtsprofessor aufgestiegener Klassenkamerad: «Sag mal, Erich (so hieß ich damals), was hältst du eigentlich von der Scharia?» – Meine Antwort hatte nur lauten können: «Wenn Scharia das Göttliche Gesetz ist, kann die Frage nicht sein, was ich von ihr halten möchte, sondern nur, ob ich bereit bin, mich an sie zu halten oder nicht.»

    Lieber Herr Spohr, die Schari’a ist kein göttliches Gesetz, sondern die Summe der Vorschriften, die Rechtsgelehrte im 8. und 9. Jahrhundert n.u.Z. auf der Basis verschiedener Quellen (Koran, Hadithen, Idschma und Qiyas) zusammengestellt haben. Das kann man übrigens sehr schön an dem von Ihnen immer wieder bemühten Beispiel der “Homosexualität” zeigen (übrigens ein ziemlich modernistischer Begriff, den Sie da benutzen, nicht wahr? Er stammt aus der Zeit Ende des 19. Jahrhunderts und ist der islamischen Rechtswissenschaft völlig unbekannt!).

    Im Koran selbst suchen Sie vergeblich nach einer Strafvorschrift für zwischenmännlichen Analverkehr (liwat), und die Hadithen sind in ihrer Überlieferung nicht nur äußerst unzuverlässig, sondern, wie die Tradition offen zugibt, zum größten Teil auch frei erfunden, um für irgendwelche Positionen nachträglichen Rechtfertigungen zu schaffen. Bereits im 10. Jahrhundert schrieb Ibn Hazm daher über die Diskussion zur Bestrafung von liwat: “All dies haben sie gefälscht. Nichts davon ist richtig. […] Und durch all dieses haben sie Uneinigkeit geschaffen.”

    Für die Hanafiten (die Mehrheitsschule des sunnitischen Islam), genau wie für die Zahiriten, denen Ibn Hazm anhing, stammte das Verbot von “liwat” (Analverkehr) daher auch nicht aus göttlicher Offenbarung, sondern aus menschlicher Überlegung. Sie sahen folglich dafür auch nicht hadd (d.h. eine Gottesstrafe), sondern ta’zir (eine Ermessensstrafe) vor, die von einer diskreten Ermahnung bis zu 39 Hieben (einem weniger als für Weintrinken) reichen konnte. Die Zahiriten begrenzten die Strafe sogar auf 10 Hiebe.

    Auch die anderen Rechtsschulen differieren ganz erheblich, was die von ihnen ausgedachten Srafe für “liwat” angeht, was ich hier aber des Platzes halber nicht ausführen möchte. Insofern ist es ein Hohn, dass Sie von einem “göttlichen Gesetz” sprechen, während es sich in Wirklichkeit um die Konstruktion von Rechtsgelehrten handelt. Aber das zeigt eben ihren fundamentalistischen Anspruch, sich der rationalen Diskussion über dieses Thema zu entziehen, indem sie sich auf göttliche Offenbarung berufen, und das sogar noch dort, wo sogar die fiqh (islamische Rechtswissenschaft) in sich völlig zerstritten war.

    Wenn es sich um eine Strafe auf der Basis menschlicher Vernunft handelt, wie die Hanafiten als Mehrheitsschule gestehen, dann ist sie auch jederzeit revidierbar, zumal wenn sie sich mit heutigem Wissen als irrational und mit heutigen ethischen Maßstäben als barbarisch erweist. Sie sollten daher endlich aufhören, sich in dieser Frage auf Ihre göttliche Eingebung zurückzuziehen und mit dieser zerstörend in das Leben anderer Menschen einzugreifen!

  10. lysisSeptember 22, 2008 @ 07:24 PM

    “Und Sie können sich, lieber Lysis, ja ausdenken, was Sie wollen, die göttliche Ordnung verändern Sie dadurch nicht.”

    Da es keinen Gott gibt, dem ich mich unterwerfen müsste, stellt sich diese Frage für mich überhaupt nicht. Ich habe immanent in Ihrem Glauben argumentiert und Sie darauf hingewiesen, dass die Hanafiten das Verbot von liwat nicht aus der göttlichen Ordnung, sondern aus der menschlichen Vernunft begründeten. Dieses Verbot stammte für sie nicht aus der Offenbarung, da im Koran keinerlei Strafvorschrift für mannmännlichen Sex zu finden ist. Es ist etwas anderes, ob der Koran etwas missbilligt oder ob er es verbietet. Auch die Tatsache, dass sich die rechtgeleiteten Kalifen in ihrer Bestrafungspraxis widersprachen, war für sie ein schlagender Beweis, dass es keine diesbezügliche Offenbarung gibt und dass die Hadithen eine nachträgliche Fälschung darstellen.

    Selbst wenn es aber so wäre, wie Sie sagen, kann kein aufklärter Mensch bezweifeln, dass auch der Koran nicht die Schöpfung eines Gottes, sondern die Sammlung der Ideen eines Menschen ist. Gäbe es sonst mekkanische und medinesische Verse, die sich in ihrer Tendenz teilweise direkt widersprechen?

    Genau das vertraten auch schon die Mutaziliten, die die Vernunft ins Zentrum ihres Gottesverständnisses stellten und die These von der Unerschaffenheit des Koran für kurze Zeit sogar als Häresie verfolgen ließen, weil sie in der Idolisierung eines menschengeschaffenen Buches einen Ausdruck von Polytheismus sahen.

    Davon einmal abgesehen, können Sie Ihren Glauben gerne leben, wie Sie wollen. Sobald Sie aber andere, die weder Ihren Gottesglauben noch Ihr Verständnis des Islam teilen, dazu erpressen wollen, sich Ihren irrationalen Vorschriften zu fügen, müssen Sie sich damit abfinden, sich die unerbittliche Feindschaft dieser Leute zuzuziehen. Das ist dann keine Islamophobie, über die man sich beklagen könnte, sondern berechtigte politische Gegenwehr.

    PS: Wollen Sie meinen anderen Kommentar denn nicht freischalten?

  11. SalimSeptember 23, 2008 @ 10:27 PM

    Lieber Herr «Lysis».

    Zur Abklärung der Grundfehler Ihrer Einlassungen poste ich hier das, was ich als Antwort auf Ihren Kommentar auf Duckhome gerade eingestellt habe. Sie gilt grundsätzlich auch für das gerade von Ihnen Geschriebene.

    1.Ihre Grundthese «Die Schari’a ist kein göttliches Gesetz» ist falsch.

    Allah sagt im Qur’an: «Für jeden von euch haben WIR eine Schari’a und eine Lebensweise bestimmt» (5:48) und «ER hat euch von der Religion verordnet [schara’a], was ER Nuh aufgetragen hat, und was WIR dir offenbart haben, und was WIR Ibrahim, Musa und Isa aufgetragen haben: Haltet die Bestimmungen der Religion ein!»(42:13)

    Allah hat die Schari’a bestimmt. Sie aber verwenden das Wort gemäß uneigentlichem Sprachgebrauch in übertragener Bedeutung allgemein als Synonym für «islamisches Recht», da das Wort eigentlich und ursprünglich aber die von Gott gesetzte Ordnung meint.

    Die Rechtswissenschaften, welche sich mit der Interpretation und Anwendung dieses göttlichen Gesetzes beschäftigen, wurden – das ist ein weiterer Fehler – nicht erst im 8. Jahrhundert eingeführt, wie Sie fälschlich behaupten, sondern von der Zeit des Propheten an – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden -, zuerst von ihm selbst und dann von den darin spezialisierten Gefährten und deren Nachfolgern usw. praktiziert. Daraus entwickelten sich dann im 8.-9. Jahrhundert die Rechtsschulen.

    Natürlich waren Menschen im Rahmen von Rechtsprechung an der Anwendung himmlischer Regeln beteiligt, dennoch wäre die Schari´a auch im Sinne einer historisch gewachsenen normativen Ordnung mißverstanden, keine bloß menschliche Erfindung, wie sie uns glauben machen wollen, die «jederzeit revidierbar» wäre, sondern, auch so verstanden, in ihren Grundlagen übermenschlich, göttlich und insofern unantastbar.

    Wenn Sie schreiben, Schari´a sei kein göttliches Gesetz, sondern nur «die Summe der Vorschriften, die Rechtsgelehrte im 8. und 9. Jahrhundert n.u.Z. auf der Basis verschiedener Quellen (Koran, Hadithen, Idschma und Qiyas) zusammengestellt» hätten, dann ist das falsch bzw. irreführend. Denn bedeutet «Ijma» den Konsens beispielsweise der rechtgeleiteten Khalifen untereinander oder der Rechtsgelehrten bestimmter Städte oder auch innerhalb einer Rechtsschule, und bedeutet «Qiyas» von seiner Grundbedeutung des Messens, Abwägens her die Übertragung von Regeln auf neue, bislang unbekannte Fälle, so sind beide zwar Momente der Rechtsfindung und insofern «Quellen» der Rechtsprechung, doch sind sie dies in einem ganz anderen Sinn, als Koran und Sunnah es sind.

    Macht man sich einmal klar, daß Koran und Sunnah die Grundlagen des Rechts bedeuten, Ijma und Qiyas aber deren Anwendung betreffen und jenen ersten beiden sachlich und logisch nach- und untergeordnet sind, dann erscheint es – auch wenn, abgesehen von westlich-islamwissenschaftlichen Einführungen ins Fach, in jedem Wikipediaartikel zum Thema so gesprochen wird – als grob irreführend, sie nebeneinander als «Quellen» aufzuführen, weil das den Eindruck erweckt, sie wären gleichberechtigt und desselben Ranges. Es ist wichtig, zu verstehen, daß allein die ersten beiden, nämlich Koran und Sunnah die eigentlichen Quellen, die zweiten aber Methoden sind, die ja gerade den menschlichen Anteil der Rechtsprechung zum Ausdruck bringen, während jene ersten beiden aber den göttlichen Ursprung der himmlichen Ordnung belegen. Ich wundere mich, nebenbei bemerkt, schon darüber, daß Sie einerseits Qiyas als eine Quelle des Rechts angeben, zugleich sich aber aber auf die Position `Ali ibn Ahmad ibn Sa`id ibn Hazms berufen, der in extremer Weise jede Art von Analogie (qiyas) oder Nachahmung (taqlid) oder überhaupt legislativer Meinung (ra´y) als außerhalb des Rahmens des Islams liegend erklärt hatte.

    Sie ziehen sich von überall her irgendwas raus, um am Schluß dazu zu kommen, daß homosexuelle Praxis eigentlich doch nichts Verbotenes im Islam sei oder schlimmstenfalls so etwas wie eine Ordnungswidrigkeit.

    2.“Im Koran selbst suchen Sie vergeblich nach einer Strafvorschrift für zwischenmännlichen Analverkehr”

    Dies ist der altbekannte Trick: “Was nicht im Qur’an steht, ist keine verbindliche Vorschrift”. Sie folgen genau jener «Der-Koran-alleine-ist-genug-Lüge», die der englische Geheimdienst einst als intrigante Losung mit dem Ziel propagiert hatte, den Islam zu schwächen. Denn ohne die Sunnah des lebendigen Beispiels des Propheten – Allah schick Segen auf ihn und seine Leute und Frieden – wäre der Islam ohne Kraft, ohne Herz, halbtot und leicht zu besiegen gewesen.



    Daß sie nicht im Koran stehen, das gilt auch für viele andere Rechtsbestimmungen, die der Prophet – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden – festgelegt hat, weshalb Allah sagt: «Und wer dem Gesandten folgt, der folgt in der Tat Allah.» Um die Bedeutung der Sunnah für die Schari´a und überhaupt den Islam zu verstehen, siehe DIE SUNNA. Ohne diese Bestimmungen durch den Propheten – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden – wüßten wir weder, wie wir beten sollen, noch wieviel Zakat auf was zu zählen ist, noch die Strafen für bestimmte Verbrechen und Vergehen. Die Verabscheunswüdigkeit dessen, was “das Volk des Lut tat” kommt allerdings im Qur’an mehrfach sehr deutlich zur Sprache (s. u.), was für einen Gläubigen ausreichen sollte!

    3. Es ist falsch, zu sagen: «Die Hadithen sind in ihrer Überlieferung nicht nur äußerst unzuverlässig, sondern, wie die Tradition offen zugibt, zum größten Teil auch frei erfunden, um für irgendwelche Positionen nachträglichen Rechtfertigungen zu schaffen.»



    Wie so oft redet hier einer über Hadithe, der offensichtlich nicht die geringste Ahnung hat, wovon er spricht! Die Hadithe zu dem Thema sind eindeutig; manche schwächer, manche stärker, aus ihrer Gesamtheit wird deutlich, daß Allah und Sein Prophet – Allah segne ihn und schenke ihm Frieden – diejenigen, die «das tun was das Volk des Lut tat», verfluchen; und mehrer Berichte überliefern, daß der Prophet befahl, sowohl den aktiven als auch den passiven Partner, die sich bei so etwas sehen lassen, zu töten (Überliefert u.a. von al-Tirmidhi und Ahmad). Und dies war die Auffassung einer Reihe der qualifizierten Prophetengefährten und rechtschaffenen Altvorderen. Dies findet sich z.B. in al-Tirmidhis Sunan unter dem Titel: “Vom Gesandten Allahs festgelegte Strafen; Was über die Strafe dessen berichtet wird, "der das tun, was das Volk des Lut tat” [الحدود عن رسول الله] [ما جاء في حد اللوطي] Interessant ist: «Der Gesadte Allahs (ass) hat gesagt: Was ich am meisten um meine Umma fürchte, das sie die Schandtaten des Volkes von Lot machen. (Tirmidhi, Ibn Madja und Albani)» – Und der Prophet läßt keinen Zweifel an der Verabscheuungswürdigkeit der Sache: «Der Gesadte Allahs (ass) sagte: Verflucht ist derjenige der das macht, was das Volk von Lot gemacht haben. (Ahmad)»

    Allerdings gab es unter den Prophetengefährten und den Gelehrten der ersten Generationen unterschiedliche Ansichten hinsichtlich der Ausführung: Verbrennen (nach einer von Abu Bakr überlieferten Ansicht), Steinigung (Malik u. al-Schafi’i nach einer von Sayyidina ‘Ali überlieferten Ansicht), die «Strafe desjenigen, der Unzucht/Ehebruch begeht» (Hasan al-Basri, Ibrahim al-Nakha’i, Sufyan al-Thauri u.a. der ersten Nachfolgegeneration), oder vom Minarett werfen. Nach der Rechtsschule Abu Hanifas liegt in der Tat die Festsetzung der Strafe im Ermessen des Richters. In allen vier Rechtsschulen ist das, “was das Volk des Lut tat” eine strafwürdige Sünde; die Art und Form der Ausführung der Bestrafung unterscheiden sich. Ibn Hazms angebliche exotische Ansichten sind hierzu, wie zu vielen anderen Themen, vollkommen bedeutungslos.

    Und Sie können sich, lieber Lysis, ja ausdenken, was Sie wollen, die göttliche Ordnung verändern Sie dadurch nicht.

    Daß liwat als ein Verstoß gegen Göttliche Ordung zu betrachten ist, das ist doch der entscheidende Punkt, auf den Sie aber gar nicht eingehen. So verfehlen Sie wie zuvor schon Big Berta recht eigentlich das Thema im Sinne einer bloß atmosphärischen Entgegensetzung. Ich verweise hier auf den Islam Press Artikel Wie «Homophobie» etwas Gutes sein kann, der sich damit genauer auseinandersetzt.

    Thema war und ist nicht, daß Leute so und so schwer bestraft werden sollen, sondern daß, ganz gleich, was die PR-Maschinerie schwuler Interessensvertretung auch propagieren mag, ganz gleich, was die Verbrüderung aller Anti-Mainstreamler und aller Minderheiten auch als schön und gut und wahr erscheinen lassen möchte, die Sache als ein Verstoß gegen die göttliche Ordnung zu betrachten ist, nicht mehr und nicht weniger.

    Ihre Interpretationen aber nichts anderes als klägliche Versuche, die Perversion zu rechtfertigen, hoffähig zu machen und zu propagieren, indem Sie die Quellen entsprechend der eigenen fehlgeleiteten Ansicht verdrehen.



    Sie wollen, anders gesagt, das ganze so weit suggestiv herunterwurschteln, daß am Schluß herauskommt, daß die leidige Sache etwas ganz Normales ist. Das war genau die Haltung des Volkes von Lot.

    Wenn Sie schreiben, ich sollte nicht zerstörend in das Leben anderer Menschen eingreifen, dann frage ich, wodurch sollte ich das tun können? Etwa dadurch daß ich einem, der gegen die göttliche Ordnung verstößt, ein Lob vorenthalte, daß ich ihm eben nicht im Sinne eines pervertierten Zeitgeistes erkläre: «Das hast du aber gut gemacht, mein Junge, und es ist alles nicht so schlimm. Und wenn du gegen die göttliche Ordnung verstößt, macht das nichts.»? – Ja, Leute wie Sie scheinen erst zufrieden zu sein, wenn der Mist, den sie machen, auch noch gutgeheißen, öffentlich beklatscht und erklär wird: «Leute, ihr solltet eigentlich alle schwul sein. Das ist das neue freie Leben. «anything goes»



    Das war haargenau die Position des Volkes von Lot. Niemand kann sagen, was die damals gemacht haben, wäre in heiligen Büchern nicht als Übertretung gerügt und als auf das Strengste bestraft deutlich beschrieben worden.

    4. Wie jene Schändlichkeit im Koran beurteilt wird



    Im Heiligen Koran wird das Volk Lots – der Friede sei auf ihm – mehrfach erwähnt und das, was es tat, beispielsweise als «al-fahischah» [Koran 27:54: ], auf deutsch als «Abscheuliches» [vgl. Bubenheim-Eliyas-Koranausgabe] oder «Schändlichkeit» [Lazarus Goldschmidt] oder gemäß der Bedeutung des zugrundeliegenden Verbs «fahuscha» [«ungeheuerlich sein, maßlos sein, abscheulich, unzüchtig, unanständig, schamlos sein»] als «Ungeheuerlichkeit» gebrandmarkt und und auf das Heftigste gerügt. Der Artikel «al-» vor dem Substantiv «-fahischah» ist ein zusätzliches Indiz dafür, daß es sich bei der Sache nicht um eine beliebige Sünde, sondern eine gravierende Untat handelt.

    Und wenn Sie sagen, diese «Schändlichkeit» sei im Koran aber nirgendwo als in bestimmter Weise strafbewehrt beschrieben worden, dann ist das zwar wahr, doch sehen Sie dabei geflissentlich über all die Stellen hinweg, wo die Strafe selbst geschildert und gezeigt wird, wie das Volk von Lot denn damals tatsächlich bestraft worden war. Es hat keinen Sinn, sich daran zu klammern, daß nirgenwo steht, jemand, der das tut, solle so und so bestraft werden, wenn diese Strafe in vielfacher Weise unmittelbar vorgeführt wird. Sehen Sie doch hin! – Der ganze Sündepfuhl wurde in himmlischem Zorn mit einem Schlag ausgelöscht, ein Steinsturm, ein himmlischer Schrei, durch Wasser oder, wie es in Sure 57 heißt: «74. Und Wir kehrten das Oberste zuunterst, und Wir ließen auf sie Backsteine niederregnen. 75. Fürwahr, hierin sind Zeichen für die Einsichtigen.»

    In einer Überlieferung wird beschrieben, daß ein Engel die ganze Stadt so weit hochgehoben hat, daß die Engel im unteren Himmel die Hunde hatten bellen hören, und er dann, das Obere nach unten gekehrt, auf die Erde geknallt hat, wie man es mit einer Torte machen kann. Und die vielfache Weise, wie diese Auslöschung beschrieben wird, gilt selbst schon ein Zeichen des Gewichts der damit bestraften Untat.

    5. «Homophobie», das neue schwuchteligen Stereotyp

    Und da haben Sie die Chuzpe, sich hinzustellen und all die, die dem bei Moses ja so beschriebenem «Greuel» ablehnend gegenüberstehen, unter Nutzung Ihres neuen schwuchteligen Stereotyps als «homophob» anzuwichsen!

    Und am 3. Oktober wollen Sie mit dem Hodscha einer DITIB-Moschee in Berlin – vgl. den Islam Press Artikel Wie «Homophobie» etwas Gutes sein kann – darüber »diskutieren, wie man gemeinsam gegen «Homophobie» vorgehen» könne?! Ich glaube, Sie ticken einfach nicht ganz richtig.

    Meine Empfehlung an Sie und Ihre Gesinnungsgenossen lautet, sich einfach zurückzuhalten, aber nicht auch noch so weit aus dem Fenster zu lehnen. Und glauben Sie nicht, Sie müßten von der Mehrheit oder Teilen des Anti-Mainstreams nur deshalb unterstützt werden, weil Sie eine Minderheit sind. Andererseits könnte die Frechheit, mit der Sie für den Mist werden, vielleicht ja ein Zeichen dessen sein, daß wir bald in Europa Zustände haben werden vergleichbar denen, die zur Zeit des Volkes von Lot herrschten. Warten wir es ab. Vielleicht wird ja eines Tages erneut himmlischer Zorn das ganze in Staub und Asche zerlegen.

    Muslime jedenfalls sollten sich der von Ihnen propagierten «Schändlichkeit» gegenüber zurückhalten, sie ablehnen oder auch fürchten.

    Ihr zum Islam Press- Artikel Wie «Homophobie» etwas Gutes sein kann geschriebenen Kommentar sollten Sie noch freigeschaltet bekommen, der darin absolut unhaltbaren Behauptungen, auch dem Propheten gegenüber – Friede und Segen seien auf ihm -, wegen aber nur in unmittelbarer kommentierter Form.



  12. testSeptember 25, 2008 @ 01:31 PM

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