Warum wir den König lieben


Warum wir den König lieben
Ein familieninternes Streitgespräch – vgl. auch hier – über die schönste Verfassung und den König in jedem Mann
 
Wir überqueren die Grenze nach Jordanien. Und waren wir seit der Abfahrt von Medina alle ziemlich aufgedreht gewesen, so kommt mit einem Mal eine himmlische Ruhe, Leichtigkeit und Heiterkeit auf uns herab. Die Hektik Saudiarabiens oder wessen auch immer ist wie verflogen, und eine staubige, gelegentlic...

Der Glaube, der aus dem Herzen kommt


 Wie Muslime bei Fragen zu Übersetzungen aus dem Arabischen ungeahnte Feinheiten und Tiefen der deutschen Sprache entdecken können. Eine Antwort auf Amir Zaidans islamologische Weigerung, deutsch zu sprechen. – vgl. hier- und hier und hier
cor, cordis – credo; qalbun – glauben
Gab es gute Gründe, in bezug auf das Wort »heilig« und »Heilige« davor zu warnen, voreilig auf den Gebrauch eines deutschen Wortes und die in ihm waltende Tiefe und Weishe...

Natürlich gibt es »Heilige« im Islam


Gegen den Sprachchauvinismus schlecht Deutsch Sprechender
Weil das für Allah reservierte arabische al-quddûs mit »heilig« übersetzt werden kann, wollen deutschsprechende Muslime es (sich) verbieten, die auf arabisch so genannten awliyâ’, die »Freunde (Gottes)«, auf deutsch »Heilige« zu nennen. – Hier soll gezeigt werden, daß, wer jenem Vorschlag folgt, nicht frommer wird, sondern nur schlechteres Deutsch spricht, und es nur umgekehrt Sinn hätte,...

Theodizee - Wie kann Gott das Böse in der Welt zulassen!


 Wovor Meisterdenker Immanuel Kant als Philosoph scheute, ist für Muslime ein leicht zu lösendes Problem. Immer wieder sagen Leute: »Wir können angesichts der vielen Übel dieser Welt nicht gläubig sein, weil wir nicht glauben können, daß ein barmherziger Gott sie, wenn es ihn gäbe, zulassen würde!« – Dies ist ein ernstes Problem, von dem es heißt, Epikur hätte es folgendermaßen formuliert: »Entweder will Gott die Übel beseitigen und kann es nich...

Innenminister erliegt Terroristen-Wahn


Wie gerade in den Nachrichten von Heute berichtet wurde, verlangt Bundesinnenminister Schäuble die Möglichkeit einer gezielten Tötung von Verdächtigen.
Das ist eine Ungeheuerlichkeit, zu fordern, Leute überhaupt gezielt töten zu dürfen, die nicht etwa durch ein Gericht hrer Schuld überführt wurden, sonden solche, gegen die ein bloßer Verdacht besteht.
Der Innenminister bekämpft so eine der grundlegenden Errungenschaften des Rechtsstaates, die Un...

Warum ich mich nicht vom Terrorismus distanziere


 
Immer wieder werden Muslime, beispielweise vom Innenminister des Bundes, aufgefordert, sich vom Terrorismus zu distanzieren. Einmal genauer betrachtet, erweist sich eine solche Aufforderung als unsinnig und die offenkundige Folge eines peinlichen Denkfehlers. Ein der Tradition verpflichteter Muslim sollte ihr mit klaren Worten entgegentreten und erklären:
»Ich distanziere mich nicht vom Terrorismus, aber nicht deshalb, weil ich für Terror...

"Dramatisch verschärft" – Sicherheitsbehörden in der Sinnkrise


Die Bundesregierung geht von einer erhöhten Gefahr durch Selbstmordanschläge nun auch in Deutschland aus und spricht von einer “Stimmung wie vor dem 11. September”. Die terroristischen Strukturen in Pakistan und Afghanistan seien wieder erstarkt, und es gebe Hinweise auf Verbindungen nach Deutschland, sagte der Sprecher des Innenministeriums, Christian Sachs, am Freitag in Berlin. “Es gibt Verbindungen in den afghanisch-pakistanischen Raum, es g...

Dämonkratie - niemand entscheidet


Es wird im folgenden gezeigt, daß Politikverdrossenheit in Deutschland nicht nur keine Fehlleistung, sondern der schöne Ausdruck einer, wenn auch vielleicht nur intuitiv gespürten grundrichtigen Einsicht ist, daß nämlich das Willensbildungssystem, das wir unter dem Namen einer “parlamentarischen Demokratie” kennen und fürchten gelernt haben, nicht irgendwelcher aktueller Bedingungen wegen, die man verändern könnte, sondern aus sich selbst, aus s...

Der Innenminister - ein Sicherheitsrisiko?


Herrn Schäuble ist mit einem gewissen Recht vorgehalten worden, er werde durch einen von ihm praktizierten Sicherheitswahn eines Tages als Totengräber der freiheitlich demokratischen Grundordnung in die Geschichte eingehen. Das wäre indes nur die halbe Wahrheit: Indem sie die wirklichen Quellen der Gefahr des Terrorismus verkennen, werden er und sein Verfassungsschutz nämlich sogar selbst zu einem Sicherheitsrisiko.
Daß neue Muslime, dazu viell...